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Nachlassplaner

Was passiert mit deinen Bitcoin, wenn du morgen nicht mehr da bist? Vordrucke, die diese Frage beantworten — offline, in deiner Hand.

Selbstverwahrung heißt: Niemand kann dir deine Bitcoin wegnehmen. Sie heißt aber auch, dass niemand sie herausgeben kann, wenn du es nicht mehr kannst. Es gibt keine Bank, die man anschreibt, keinen Support, der nach dem Erbschein aufschließt. Was deine Erben haben, ist das, was du hinterlassen hast — und in aller Regel ist das zu wenig. Der Nachlassplaner ist eine einzige HTML-Datei, die daraus einen Satz druckfertiger Bögen macht: ohne Server, ohne Verbindung, ohne Speicherung. Kostenlos, Teil des Werkstatt-Pakets zum kommenden Band 4 „Die eigene Bank – Bitcoin meisterlich verwahren".

⚠ Niemals Sicherungswörter, niemals Schlüssel

Der Nachlassplaner fragt nie nach deinen Seedwörtern, nach einer Passphrase oder nach einem Passwort — und du trägst sie auch nirgends ein. Er beschreibt Struktur und Wege: welche Wallet es gibt, wie sie gebaut ist, wo gesucht wird, in welcher Reihenfolge vorzugehen ist. Alles, was einen Fundort verrät, wird als leere Linie gedruckt und erst danach von Hand ausgefüllt. Der Generator sieht diese Angaben nie.

Für den echten Plan gilt: Datei speichern, Netz trennen, offline öffnen. Sie funktioniert genauso.

Datei holen und offline benutzen

Rechtsklick → „Ziel speichern unter", Prüfsumme vergleichen, Netz trennen, öffnen.

↓ nachlassplaner.html speichern ↓ Anleitung (PDF, 1 Seite)

SHA-256 der Datei nachlassplaner.html (v0.12, Stand 28.08.2026):

a8fc8f1adb3fa388afa09fdb746a56b5d8815f928c37168c404ac95ca9b2532d

Prüfen: Linux/macOS sha256sum nachlassplaner.html · Windows PowerShell Get-FileHash nachlassplaner.html. Weicht der Wert ab, Datei verwerfen und neu laden.

Nur zum Ansehen geht es auch direkt: → Nachlassplaner im Browser öffnen

Was er erzeugt

Dreizehn Bögen in drei Klassen, jeder mit farbigem Rand, Fassungsnummer und Blattzählung:

Die drei Regeln, die den Unterschied machen

Was er dir nicht abnimmt

Ein ausgefüllter Bogen ist kein Testament. Er regelt nicht, wer was bekommt — er sorgt dafür, dass die Erben finden, was ihnen ohnehin zusteht. Wer die Verteilung regeln will, braucht ein Testament oder einen Notar; beides ersetzt der Nachlassplaner nicht und will es nicht. Er ersetzt auch keine Steuer- oder Rechtsberatung. Die Hinweise auf den Bögen benennen bekannte Stolperfallen und Fristen, damit man rechtzeitig fragt — nicht, damit man auf das Fragen verzichtet.

Warum offline, warum eine einzige Datei

Ein Werkzeug, das die Struktur deines Vermögens kennt, darf nicht ins Netz funken. Deshalb steckt alles in einer Datei: keine externen Skripte, keine Schriften, keine Bilder, keine Analyse-Tracker. Nichts wird gespeichert — kein Server, kein Browser-Speicher, kein Cookie. Ein Neuladen der Seite löscht alle Eingaben. Wer den Stand behalten will, exportiert ihn als Datei, die mit AES-256 verschlüsselt wird (PBKDF2-SHA256, 1.000.000 Runden); auch sie enthält nur die getippten öffentlichen Angaben, niemals das Handschriftliche. Eine Content-Security-Policy verbietet der Datei jedes Nachladen und jedes Senden. Wer es nachprüfen will: F12 → Netzwerk-Tab → außer dem Laden der Seite selbst erscheint keine Anfrage.

Der Descriptor bleibt bei den Backups

Wer Multisig nutzt, braucht neben den Schlüsseln die Wallet-Konfiguration — den Output-Descriptor. Er enthält keine Schlüssel, verrät aber jede Adresse und den gesamten Bestand. Der Nachlassplaner drängt dich deshalb nicht, ihn abzutippen: Voreingestellt ist, dass der Ausdruck deines Koordinators bei jedem Backup liegt, und der gedruckte Bogen verweist nur darauf, in einer Sprache, die auch jemand ohne Bitcoin-Kenntnisse versteht. Wer ihn doch auf dem Bogen haben will, stellt das um — dann erscheint das Feld samt QR-Code.

Gescannt wird ein solcher Ausdruck nur mit einer Wallet-Software am Rechner oder einem air-gapped Signiergerät. Nie mit der Handy-Kamera: Bilderkennung, QR-Verlauf und Cloud-Foto-Backup tragen ihn aus dem Haus.

Deutsch und Englisch in einer Datei

Oben rechts im Werkzeug steht ein Schalter DE | EN. Er wirkt sofort und ohne Verbindung — deshalb steckt beides in derselben Datei statt in zwei getrennten Downloads: Wer den Nachlassplaner offline benutzt, hätte von einem Link ins Netz nichts. Die Bögen werden in der gewählten Sprache gedruckt. Eine Ausnahme ist Absicht: Die Hinweise zu Erbschein, Erbschaftsteuer, Zollfreilager und Auslandsdepot beschreiben deutsches Recht und bleiben deshalb auch im englischen Modus deutsch, deutlich gekennzeichnet. Eine Übersetzung würde behaupten, sie gälten überall.

Hilfe beim Ausfüllen

Hinter jedem erklärungsbedürftigen Feld sitzt ein ?. Ein Klick, und dort steht, was gemeint ist, wo man den Wert findet und wie er aussieht — vom Master-Fingerprint über den Ableitungspfad bis zur Frage, warum eine Passphrase den Rest des Plans wertlos machen kann, wenn ihr Verwahrort fehlt. Zusätzlich stehen graue Beispiele in den leeren Feldern. Sie verschwinden beim ersten Tastendruck und können technisch nie in einen Ausdruck oder Export geraten, weil sie nie zu deinen Daten gehören. Wer nüchtern arbeiten will, schaltet sie unten in der Leiste ab.

Offen und prüfbar

Der Nachlassplaner steht unter MIT-Lizenz. Der Quelltext ist die Datei selbst — es gibt keinen Build-Schritt und keine versteckten Teile: Rechtsklick → Seitenquelltext. Fehler gefunden? kontakt@alien-investor.org oder der Knopf „Bug melden" im Werkzeug.

Stand der steuerlichen und rechtlichen Hinweise: August 2026, Rechtslage Deutschland. Fassung 0.12 ist ein Prototyp — Rückmeldungen fließen in die nächste Fassung ein.


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